Über uns

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds unterstützt Bürgerinitiativen und Vereine, Städte- und Regionalpartnerschaften, Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft im Dienste der deutsch-französischen Freundschaft und eines lebendigen Europas. Er ist ein Projekt des Vertrages von Aachen und wird während einer dreijährigen Pilotphase vom Deutsch-Französischen Jugendwerk umgesetzt.

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Der Bürgerfonds in Zahlen

2,4 Millionen Euro – Das Budget des Bürgerfonds wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich zur Verfügung gestellt: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gibt 1,2 Millionen Euro. Das französische Bildungs- und Jugendministerium (DJEPVA) und das französische Europa- und Außenministerium (MEAE) geben jeweils 600.000 Euro.

3 Jahre – Die Pilotphase des Bürgerfonds ist auf 3 Jahre angelegt und wird bis 2022 vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) umgesetzt.

4 Förderkategorien – Je nach Fördersumme werden Projekte in 4 Kategorien eingeteilt:

  • Förderkategorie 1: bis 5.000 €
  • Förderkategorie 2: 5.001 € – 10.000 €
  • Förderkategorie 3: 10.001 € – 50.000 €
  • Förderkategorie 4: über 50.000 €

11 Förderkriterien - Jedes Projekt fällt in eine von 4 Förderkategorien. Je höher die Förderkategorie, umso stärker fallen die Förderkriterien in der Auswahl ins Gewicht. Insgesamt gibt es 11 Förderkriterien, für die jeweils bis zu 10 Punkte vergeben werden:

  • Bürgernähe / Zugänglichkeit
  • Wirkungsgrad / zu erreichende Personen
  • Deutsch-französische Relevanz
  • Deutsch-französische Partnerschaftlichkeit
  • Vernetzung
  • Interkulturelles Lernen
  • Diversität
  • Geschlechtergerechtigkeit
  • Sichtbarkeit
  • Innovation
  • Umweltschutz und umweltfreundliche Ausgestaltung des Projekts

Europa erleben und stärken

Der Bürgerfonds schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen auf: Was mit dem Elysee-Vertrag und der Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) begann, wird mit dem Aachener Vertrag und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds fortgesetzt. Zwei Epochen, zwei Beschlüsse, ein Ziel: die Verbindung zwischen Menschen dies- und jenseits des Rheins zu stärken. Und mit ihr Europa.

Europa braucht heute mehr denn je überzeugte Europäer*innen, die sich einander verbunden fühlen – insbesondere in einer Zeit, in der Populismus und Nationalismus wachsen. Die deutsch-französische Freundschaft braucht neue Ideen und Projekte aus der Zivilgesellschaft, die Menschen zusammenbringen: Städtepartnerschaften, die mehr sind als ein Schild am Ortseingang; Bürger*innen, die Sprache und Kultur ihrer Nachbarn jenseits von Vorurteilen oder Klischees entdecken; Begegnungen mit Jung und Alt, Stadt und Land, zwischen Sportvereinen, Umweltinitiativen oder Kulturprojekten.

Der Bürgerfonds macht genau das möglich: mit finanzieller Unterstützung, Anerkennung und einer Vernetzung all jener, die die deutsch-französische Freundschaft und ein geeintes Europa mit Leben füllen wollen.

Europa

Geschichte

22. Januar 2018 – Zum 55. Geburtstag des Elysee-Vertrags beschließen der Bundestag und die französische Nationalversammlung, den historischen Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich zu erneuern.

Die Rolle der Parlamente in der deutsch-französischen Zusammenarbeit soll gestärkt und die „deutsch-französische Freundschaft für alle Bürgerinnen und Bürger im Alltag besser erlebbar werden“. Wenig später wird es konkreter: Im Mai tagt die „Deutsch-Französische Arbeitsgruppe zum Elysee-Vertrag“; die Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (VDFG) schlägt vor, „eine Organisationsstruktur und Plattform ähnlich dem Jugendwerk zu schaffen“, „um die Ehrenamtlichen finanziell zu entlasten und ihrer Sache eine größere Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu verleihen“.

 

22. Januar 2019 – Deutschland und Frankreich bekräftigen mit dem Vertrag von Aachen ihre Zusammenarbeit, die mit dem Elysee-Vertrag von 1963 ihren Anfang genommen hatte.

Neben enger Kooperation etwa in Wirtschafts- oder Verteidigungsfragen wird z.B. auch beschlossen, Schul- und Berufsabschlüsse anzuerkennen und den gegenseitigen Spracherwerb zu fördern. Schließlich sollte die deutsch-französische Freundschaft auf zivilgesellschaftlicher Ebene gestärkt werden – mit einem gemeinsamen Bürgerfonds, „der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll, um ihre beiden Völker einander noch näher zu bringen.“ (Artikel 12)

 

1. September 2019 – Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) beginnt im Auftrag der beiden Regierungen mit dem Aufbau des Bürgerfonds. Das DFJW wird den Bürgerfonds insgesamt 3 Jahre lang steuern.

Das DFJW ist aus der deutsch-französischen Freundschaft nicht mehr wegzudenken – nicht nur historisch bedingt als Projekt der Annäherung zwischen der jungen Generation in Deutschland und Frankreich; sondern auch durch seine Expertise, passende Programme für unterschiedliche Zielgruppen zu entwickeln, Antragsverfahren transparent und effizient zu gestalten und die nachhaltige Wirkung von Begegnungen zu gewährleisten. Nicht zuletzt erreicht das DFJW in seinem Netzwerk tausende Akteure der deutschen und französischen Zivilgesellschaft.
Angegliedert an die Struktur des DFJW erhält der Bürgerfonds eine eigene, vom DFJW unabhängige Sichtbarkeit. Das heißt: eigenes Team, neue Zielgruppen, eigenes Verwaltungsbudget und eigene visuelle Identität. Verläuft die dreijährige Pilotphase erfolgreich, wird der Bürgerfonds ab 2023 weitergeführt und aus dem DFJW ausgekoppelt.

 

16. April 2020 – Der Bürgerfonds geht an den Start.

Ab jetzt können Ideen und Förderanträge ganzjährig eingereicht werden.